Projekt Strassentod Amphibien

Straßentod von Amphibien

Grasfrösche
Grasfrösche

Seit vielen Jahren werden an der "Hagelbachstiege" in Nienberge, an der Straße "Haus Uhlenkotten", am "Horstmarer Landweg" und "Am Breilbusch" Amphibienschutzzäune aufgestellt. In diesem Bereich wandern in jedem Jahr viele hundert Erdkröten, daneben Molche und Grasfrösche, von denen bei ausbleibenden Schutzmaßnahmen ein großer Teil überfahren würde. Ein Problem ist, dass Erdkröten im Scheinwerferlicht nicht flüchten, sondern sich ruhig verhalten, um nicht aufzufallen. So wird auch bei geringer Verkehrsdichte schon ein großer Teil der Tiere überfahren. Um diese Aktion durchführen zu können, werden im Zeitraum von Ende Februar bis Ende März in jedem Jahr Helfer gesucht, denen es möglich ist eine oder mehrere Zaunleerungen zu übernehmen. (Kontakt).
Die Wanderaktivität der Amphibien zu den Laichgewässern begann im Frühjahr 2009 wegen des langen kalten Winters deutlich später als 2008: Während 2008 wegen der milden Witterung bereits im Januar wandernde Amphibien gesichtet wurden, und die Amphibienschutzzäune in Münster-Gievenbeck und - Nienberge von Mitte Februar bis Mitte April standen, beschränkte sich die notwendige Betreuung der Amphibienschutzzäune 2009 im wesentlichen auf den März.
2008 wurden in Gievenbeck am Breilbusch und am Horstmarer Landweg zusammen 456 Erdkröten, 2 Grasfrösche, 1 Teich- und 1 Bergmolch vor dem Straßenverkehr gerettet sowie bei Haus Uhlenkotten 322 Erdkröten, 1 Grasfrosch und 2 Bergmolche.

Leider waren 2009 die Gesamtzahlen der geretteten Amphibien an den drei Stellen in Gievenbeck mit lediglich 353 Erdkröten, 10 Grasfröschen und 2 Teichmolchen geringer als 2008, vielleicht infolge des strengen Winters.-
Sieben Helfer haben sich 2009 um die Amphibien in Gievenbeck dankenswerterweise gekümmert.

An der Gievenbecker Reihe wurden im März 2009 durch eine engagierte Familie etwa 2.000 Erdkröten vor dem Verkehrstod bewahrt.

In Nienberge an der Hagelbachstiege waren ebenfalls die Gesamtzahlen der geretteten Amphibien 2009 zum Teil geringer als 2008: Bis zum 9. 4. wurden 186 Erdkröten gerettet (im vorigen Jahr: 350), 55 Frösche (33), 10 Kammmolche (8), 674 Bergmolche (647), 317 Teichmolche (285). Zwei Helfer waren hier vorbildlich aktiv.

So wichtig diese Rettungsaktionen sind, bleiben sie doch Stückwerk, denn auf ihrem Rückweg sind die ausgewachsenen und jungen Amphibien doch wieder durch den Straßenverkehr bedroht. Besser wären dauerhafte Tunnel unter den Straßen, die den Amphibien eine gefahrlose Passage in beide Richtungen zu jeder Zeit ermöglichten. An manchen Stellen, zum Beispiel am Breilbusch, wurden in etwa genauso viele Amphibien überfahren wie gerettet, da sie oft über weite Strecken auf den Straßen der Menschen entlangwandern, ohne die Gefahr zu erkennen.

Der NABU Münster und die NABU-Naturschutzstation erfassen daher momentan Stellen im Stadtgebiet von Münster, an denen es vermehrt zum Straßentod von Amphibien kommt. Für diese Bereiche soll dann versucht werden, Lösungen zu erarbeiten, sodass eine möglichst gefahrlose Querung der Straßen möglich wird.

 

Aktuelles:
Beobachtungen zu Konfliktschwerpunkten zwischen Amphibien und dem Straßenverkehr im Stadtgebiet von Münster nimmt die NABU-Naturschutzstation Münsterland unter folgenden Telefonnummern entgegen: 02501-9719433 oder 0163-6281458.

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