AG Agrarlandschaft

AG Agrarlandschaft

Wo sind all die Kiebitze hin?

Für Artenvielfalt auf Münsters Wiesen und Feldern

Das Artensterben in der Agrarlandschaft ist aktuell und seit Jahrzehnten das traurigste Kapitel für die (Rest-)Natur des Münsterlandes und darüber hinaus. Wer die Situation kennt, kann kaum anders, als das kollektive Versagen von Politik, Agrarlobby, Verwaltungen und Medien zu beklagen. Wir kämpfen für eine artenreiche Agrarlandschaft, für gesunde Böden, sauberes Grund- und Oberflächenwasser, gesunde Nahrungsmittel, weil ein „weiter so“ die menschlichen Lebensgrundlagen vernichtet.

Aktuelle Meldungen

Agrarlandschaft im Münsterland

Der NABU setzt sich bundesweit für eine umweltverträgliche Landwirtschaft ein, die artenreiche, lebendige Lebensräume für Menschen, Tiere und Pflanzen schafft. Hier finden Sie umfangreiche Informationen zur notwendigen Agrarwende. Agrarlandschaft, besonders auch im Münsterland, bedeutet seit Jahrzehnten

Der Kiebitz und unsere Lebensgrundlagen

 Die Vogelart Kiebitz steht stellvertretend für die Le­bensgemeinschaft der Pflanzen und Tiere der offenen Agrar­landschaft. Der Rückgang seiner Bestandszahlen offenbart die ökologischen Defizite insgesamt und zeigt auf, wie die intensive Landwirtschaft auch die menschlichen Lebensgrundlagen schädigt und immer mehr vernichtet. In Deutschland ging die Anzahl der Brutpaare seit 1980 um über 90 % zurück.


Unsere Arbeit

Wir freuen uns über ehrenamtliche Unterstützung bei unseren Aktivitäten

  • Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
  • Ausrichtung von Informationsveranstaltungen (z. B. Informationsstand betreuen)
  • Kommunikation mit Politik und Verwaltung
  • Kinder- und Jugendbildung in Kooperation mit der Naturschutzjugend (NAJU) Münster

Unter anderem führte die Arbeitsgruppe seit 2020 folgende Aktionen und Projekte durch:

  • Wir richteten 2020 eine Anregung an die Stadt Münster, städtische Agrarflächen nach ökologischen Kriterien zu verpachten. Es folgten Gespräche dazu mit Vertretern der Stadt Münster und der Kommunalpolitik. Status: Nachdem die Stadtverwaltung jahrelang keine konkreten Vorschläge für die Umgestaltung der Pachtverträge machte, konnten wir erreichen, dass es in 2025 im Rat der Stadt eine Entscheidung dazu gab. Mitte 2025 versandte die Verwaltung in einem ersten Schritt Änderungskündigungen an die Pächter*innen: 20 % der jeweiligen Pachtfläche sind als Brachfläche vorzuhalten. Das äußerst umstrittene Totalherbizid Glyphosat darf nicht mehr eingesetzt werden. Der im Juni 2025 beschlossene Ratsantrag zeigt die politischen Entscheidungen, die ferner Vorgaben für die weitergehende Ausgestaltung der Pachtverträge ab Ende 2026 enthalten.
  • Wir richteten zusammen mit der Agrarwendegruppe des Bündnis‘ Klimaentscheid Münster eine Anregung an die Stadt Münster, in der wir fordern, Agrarflächen, Wald und Grünflächen der Stadt klima-, natur- und umweltfreundlich zu bewirtschaften. Es folgten Gespräche dazu mit Vertretern der Stadt Münster. Status: Offen bezüglich Wald und Grünflächen. Zu Agrarflächen s. vorheriger Punkt.
  •  Beschwerde über die Stadt Münster, gerichtet an das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen (MUNV NRW), wegen vielfach unwirksamer und fehlender Kompensation von überbauten Kiebitz-Brutplätzen. Status: Nach anfänglicher Blockade schaltete das MUNV das Landesumweltamt (LANUK) ein. In seinem ausführlichen Bericht kritisiert das LANUK die naturschutzrechtlichen Versäumnisse der Stadt Münster und fordert wirksame Kompenstionsmaßnahmen (CEF, vorgezogener Ausgleich für gefährdete Arten) auf geeigneten Flächen. Das städtische Umweltamt begann daraufhin Ende 2024 damit, die Eignung und (Un)wirksamkeit der Kompensationsflächen nebst möglicher Verbesserungen zu untersuchen, unter Einbeziehung anderer relevanter Stellen der Verwaltung und des NABU. Tatsächliche artspezische Optimierungen vorhandener unwirksamer CEF-Maßnahmen sollen nun konzipiert und umgesetzt werden. Die Schaffung neuer, für die Arterhaltung wichtiger großflächiger Hotspots der Biodiversität ist bislang leider nicht Bestandteil der Planungen.
  •  Erstellung und Herausgabe des Kinderbüchleins „Kiebitze suchen ein Zuhause“, in dem das Leben und die Situation des Sympathievogels in einer bebilderten Geschichte für Kinder im Vorschulalter dargestellt wird. Das Büchlein kann seit Anfang April 2024 über den NABU Münster und andere Stellen bezogen werden. Weitere Informationen und das Kiebitzbüchlein zum Herunterladen gibt es hier. Nach eineinhalb Jahren war die erste Auflage des Büchleins naherzu vergriffen. Eine finanzielle Unterstützung des Umweltministeriums NRW (MUNV) ermöglichte uns, Ende 2025 eine zweite Aufflage herauzugeben.

Kooperationspartner

Kontakt

Detlef Lobmeyer

Treffen

Bitte Anmeldung vorher per E-Mail.

Wo: Umwelthaus, Zumsandestraße 15, 2. OG


Größere Karte anzeigen

Kiebitze suchen ein Zuhause

Kinderbüchlein über eine Kiebitz-Familie und ihren schwindenden Lebensraum


Diese Seite teilen