Schöpfung bewahren am Prozessionsweg

Gemeinsame Exkursion des NABU Münster und der Initiative Prozessionsweg

 

„Auch das vermeintlich niedrigste Geschöpf wie die Flechten an den Baumstämmen oder die Wildkräuter am Wegesrand ist Teil der Schöpfung, die Lebensgrundlage für uns und unsere Nachkommen ist!“ Mit eindringlichen Worten weist der Diplom-Biologe Dr. Thomas Hövelmann vom NABU Münster auf den Wert der belebten und unbelebten Umwelt für uns alle hin. Zum vierten Mal bereits organisierte der NABU Münster zusammen mit der Initiative Prozessionsweg und der Kirchengemeinde St. Mauritz am Palmsonntag einen naturkundlich-kunsthistorischen Spaziergang, der auch Bestandteil der Veranstaltungen auf der NaturGenussRoute der NABU-Naturschutzstation Münsterland ist.


Thomas Hövelmann erläuterte den 30 Teilnehmern als Experte für Tiere und Pflanzen bis zum „Weißen Kreuz“ jenseits des Kanals an zahlreichen Stationen, welche Arten am Kreuzweg wachsen und leben - so zum Beispiel der auffällige Sibirische Blaustern, das Vitamin C-reiche Scharbockskraut und der so listige wie giftige Aronstab.


An den Kreuzwegstationen des bekannten Bildhauers Heinrich Gerhard Bücker von 1958 erklärte die Kunsthistorikerin Dr. Elisabeth Hemfort, Vorsitzende der Initiative Prozessionsweg, die Besonderheiten aus kunsthistorischer Sicht und lehrte die Teilnehmer, auf Kleinigkeiten in der Bildsprache des Künstlers zu achten. Daneben kamen aber auch Hinweise auf weitere Aktivitäten der Initiative Prozessionsweg und den aktuellen Stand zum Kanalausbau nicht zu kurz.


Besonders aufmerksam verfolgten die Besucher die Informationen zum Baumbestand des Prozessionsweges, der ausschließlich aus bis zu 150 Jahre alten Linden besteht. „Die Linde hat den Menschen schon immer als Baum der Liebe begleitet, allein schon wegen seiner herzförmigen Blätter und des lieblichen Duftes der Blüten“, weiß Dr. Hövelmann.


So war auch eine kuriose Begebenheit im Vorfeld der Veranstaltung zu erklären: Helfer hatten etwas übereifrig einen Aushang mit einer Heftzwecke an einen der Bäume geheftet. Der Aushang wurde von Unbekannten sofort entfernt und kam postwendend kommentarlos zu den Veranstaltern zurück. „Wenn wir alle so achtsam und aufmerksam mit der gesamten Schöpfung umgehen würden wie mit unseren Bäumen, dann stünde vieles zum Besseren“, schließt Thomas Hövelmann schmunzelnd.

 

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