Klatschmohn klatschnass

Botanischer Spaziergang mit dem NABU an der Gasselstiege

Kommt der Name "Klatsch-Mohn" von klatsch-nass?

 

Nein, eigentlich bezieht er sich auf das alte Kinderspiel, die Blütenblätter zwischen den Händen lautstark zu zerklatschen. Dennoch drängte sich der Verdacht auf bei dem botanischen Spaziergang zu Ackerwildkräutern am vergangenen Sonntag, den 21. Juni 2015. Der Diplom-Biologe Dr. Thomas Hövelmann von der AG Botanik des NABU Münster zeigte 12 tapferen Teilnehmern im strömenden Regen zahlreiche typische Ackerwildkräuter. Innerhalb nur einer Stunde kamen entlang eines einzigen Roggenackers des Bioland-Betriebes lütke Jüdefeld fast 30 verschiedene Wildkräuter zusammen, darunter Woll-Wicke, Saat- und Klatschmohn, Acker-Krummhals und Einjähriger Knäuel. Die Besucher zeigten sich erstaunt über die Vielfalt der zahlreichen Arten, von extrem unscheinbar bis spektakulär blühend wie die Korn-Rade. Die letztgenannte Art ist eine echte Sensation, gilt die Art in Nordrhein-Westfalen doch als ausgestorben.
Aufschlussreich war für die Teilnehmer vor allem aber auch ein Blick in den angrenzenden, konventionell mit Triticale bestellten Acker. Dieser präsentierte sich in Einheitshöhe mit nicht mehr als fünf Arten auf vergleichbarer Strecke. Damit wird auch deutlich, wie groß die Verantwortung des Verbrauchers für die Artenvielfalt der heimischen Feldflur ist. Das Getreide des Bioland-Betriebes geht an die Vollkornbäckerei Cibaria und wird dort unter anderem zum veganen "NABU-Brot" verbacken. Mit dem Kauf des NABU-Brotes, von dem pro verkauften Laib 25 Cent an den NABU gehen, unterstützt der Kunde direkt Artenschutzmaßnahmen auf Münsteraner Äckern.
Die Exkursion wird am kommenden Samstag, den 27. Juni, eine Wiederholung finden: im Rahmen des "Tages der Nachhaltigkeit" wird Dr. Thomas Hövelmann um 15 Uhr erneut die Artenvielfalt im Acker zeigen und zwischen biologisch und konventionell bewirtschaftem Acker vergleichen. Treffpunkt ist der Bioladen "Slickertann inne Schoppe", Gasselstiege 115, von dort geht es fußläufig auf festen Wegen. Die Teilnahme ist kostenlos, um Spenden wird gebeten. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

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