Botanische Frühlings-Exkursion an die Werse

AG Botanik "auf den Hund gekommen"

Jörg Frenz empfing die Exkursionsteilnehmer - und ihre Hunde - an der Pleister Mühle (Bild: Britta Ladner)
Jörg Frenz empfing die Exkursionsteilnehmer - und ihre Hunde - an der Pleister Mühle (Bild: Britta Ladner)

 

Kaum zu glauben, aber bei der Frühlings-Exkursion der AG Botanik am Ostersamstag 2017 spielten Hunde die Hauptrolle: gleich mehrere Teilnehmer hatten ihre Hunde dabei, und so ging Exkursionsleiter Jörg Frenz immer wieder auf die vierbeinigen Lieblinge ein. So ist das blau blühende Kleine Immergrün ein Hundsgift-Gewächs, und die Ableitung des wissenschaftlichen Namens Apocynaceae aus dem Alt-Griechischen mit "apo cynos = Hund weg" kann angesichts der starken Giftigkeit des Immergrüns gerne wörtlich genommen werden. Dass gerade bei der Vorstellung dieser Art einer der teilnehmenden Hunde weglief und von seinem Frauchen mühsam wieder zurück geholt werden musste, löste zusätzliche Heiterkeit aus.

Auch der häufige Beifuß, dessen Grundblätter bereits zu sehen waren, regte die Phantasie der kleinen Gruppe an: sollte man einen Hund darauf abrichten, bestimmte Pflanzen zu suchen, kommt er bei dem Kommando "Bei Fuß!" nicht an die linke Seite des Hundeführers und läuft dort, wie in der Hundeschule gelehrt, sondern rennt los - um Beifuß zu suchen. Oder wenn beim nächsten Mal der Hund bei dem "Hund-weg-Gewächs" Immergrün wegläuft, braucht man nur "Beifuß" zu rufen...

Immer wieder wurde der Diplom-Geograph bei dem gut einstündigen Spaziergang um die Pleister Mühle von den Teilnehmern zurückgerufen, um weitere Arten vorzustellen und interessante Geschichten aus der griechischen Mythologie vorzutragen, die sich häufig um die wissenschaftlichen Namen ranken. Über Knoblauchsrauke, Scharbockskraut, Lerchensporn und mehr als zwanzig weitere Arten ging es zum Moschuskraut, dessen angeblichen Duft niemand aus der Gruppe wirklich wahrnehmen konnte.

Vorbeikommende Spaziergänger hielten die Exkursion, bei der die Blicke überwiegend am Boden klebten und die mit einem gemütlichen Kaffeetrinken im angrenzenden Café endete, vermutlich für eine verfrühte Ostereier-Suche - dabei ging es nur um heimische Wildpflanzen, und um immer wieder "auf den Hund zu kommen".

Den Gefingerten Lerchensporn Corydalis solida erkennt man an den gefingerten Hochblättern unter den Blüten (Bild: Britta Ladner)
Den Gefingerten Lerchensporn Corydalis solida erkennt man an den gefingerten Hochblättern unter den Blüten (Bild: Britta Ladner)

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