JVA-Debatte wieder vertagt

Keine Überraschung

NABU-Plakat
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Für den NABU Münster ist die Entscheidung des BLB NRW, das Thema Neubau JVA auf dem Standort-Übungsplatz Handorf sowohl bei der Bezirksvertretung (BV) Ost als auch im Planungsausschuss von der Tagesordnung zu nehmen, keine Überraschung.

 

"Wir haben das Gefühl, dass der BLB NRW die Konflikte mit diesem Standort deutlich unterschätzt hat", ist sich Walter Sinne vom Vorstand des NABU Münster sicher.  Er meint, dass die erforderlichen gutachterlichen Untersuchungen an diesem Standort wesentlich aufwändiger und langwieriger ausfallen werden als an anderer Stelle. "Die Fakten sprechen für die Ansicht des NABU, dass jeder andere vom BLB NRW in die engere Wahl genommen Standort besser geeignet sei als der zur Zeit noch präferierte in Handorf."

Für den Neubau der JVA auf dem Standortübungsplatz Handorf sind umfangreiche Prüfungen erforderlich, die das Vorkommen von planungsrelevanten geschützten Arten und die Grundwasserverhältnisse vor Ort kritisch und intensiv prüfen. Die Gesetzeslage schreibt vor, dass durch Bauvorhaben keine lokalen Populationen europarechtlich geschützter Tierarten und Naturschutzgebiete beeinträchtigt werden dürfen. Beides ist jedoch in Handorf nicht ausgeschlossen, außerdem wird dieser Standort möglicherweise teure Umplanungen erforderlich machen und erheblich höhere Ausgleichsmaßnahmen nach sich ziehen. "Wir vertrauen auf die Fachkompetenz der Gutachter, dass die Probleme mit diesem schwierigen Standort noch deutlicher zu Tage treten", hegt Sinne weiterhin die Hoffnung, dass einer der zur Verfügung stehenden Alternativ-Standorte für den Neubau genutzt werden.

Bericht in der Online-Ausgabe der WN

 

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