Seltene Pflanzen auf städtischer Ausgleichsfläche in der Hohen Ward


Klein, aber oho - nur nach ganz genauem Hinsehen entdeckt man den winzigen Acker-Kleinling zwischen den anderen Pflanzen.


Selbst der wissenschaftliche Name Centunculus minimus deutet an, um was für einen Zwerg es sich dabei handelt.

Trotzdem sorgt das zarte Pflänzchen für Aufregung unter Botanikern, gilt sie doch als vom Aussterben bedroht nach der Roten Liste Nordrhein-Westfalens und ist in Münster seit Jahrzehnten nicht mehr beobachtet worden.


Dirk Dreier vom städtischen Amt für Grünflächen und Umweltschutz zeigt sich entsprechend erfreut. Der Fundort ist nämlich Teil einer Kompensationsfläche der Stadt Münster in der Hohen Ward, die vor einigen Jahren als Ausgleich für mehrere Baugebiete in Hiltrup angelegt worden war. Auf einer Teilfläche waren flache Mulden im sandigen Untergrund abgeschoben worden, und eben dort entwickelt sich nun eine niedrige Flur mit mehreren botanischen Raritäten, neben dem Acker-Kleinling auch die ebenfalls vom Aussterben bedrohte Kopf-Binse.


Bei einer Begehung fanden Botaniker der AG Botanik des NABU Münster unter Leitung von Dr. Thomas Hövelmann auf wenigen Quadratmetern nicht weniger als 16 gefährdete Pflanzenarten der Roten Liste. Hövelmann lobte die erfreuliche Entwicklung der Fläche, die ein gutes Beispiel dafür ist, wie vorteilhaft sich Kompensationsmaßnahmen bei geeigneter Lage und fachkundiger Betreuung entwickeln können. Allerdings kostet der Erhalt auch Mühe: die kleinen Pflänzchen sind sehr konkurrenzschwach und werden schnell von aufkommenden Stauden und Gehölzen überwachsen. Für ihren Erhalt sind daher Arbeitseinsätze notwendig, die von der Stadt Münster koordiniert werden - für den Erhalt der botanischen Raritäten in Hiltrup.

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