Wettkampf der Botaniker

Münsterländer PlantRace in der Hohen Ward am vergangenen Samstag, den 24. Juni

Die Teilnehmer des Münsterländer PlantRace 2017 wurden von Dr. Thomas Hövelmann (rechts) auf Haus Heidhorn begrüßt (Foto: Jutta Luig-Beilmann)
Die Teilnehmer des Münsterländer PlantRace 2017 wurden von Dr. Thomas Hövelmann (rechts) auf Haus Heidhorn begrüßt (Foto: Jutta Luig-Beilmann)

 

„Auf die Pflanzen, fertig, los...“ Standesgemäß gab Thomas Hövelmann, Sprecher des NABU-Bundesfachausschuss Botanik und Leiter der AG Botanik des NABU Münster, am vergangenen Samstag, den 24. Juni, auf Haus Heidhorn das Startsignal für die sechs Teams, die sich am Münsterländer PlantRace 2017 beteiligten. Das Untersuchungsgebiet in der Hohen Ward war bis dahin nicht bekannt, und es galt, dort innerhalb von drei Stunden möglichst viele Pflanzenarten zu finden und zu notieren.
Die Idee dazu hat Hövelmann geklaut: Seit vielen Jahren führen die Vogelkundler einen jährlichen "BirdRace" Anfang Mai durch, der sich mittlerweile großer Beliebtheit und Teilnehmerzahl erfreut – vor allem bei jungen Leuten.
Dabei galten sportliche Fairness und Regeln, die von allen Teilnehmern selbstverständlich eingehalten wurden. Kein Problem, standen doch der Spaß an der Aktion und die Freude über das eigene Wissen im Vordergrund. Außerdem gab es auch eine Menge zu lernen – Thomas Hövelmann prüfte die eingegangen Pflanzenlisten und stellte im Anschluss einige weitere botanische Besonderheiten der Hohen Ward vor. Unter den Teilnehmern waren auch mehrere ehrenamtliche Kartierer der Florenkartierung NRW, die von Hövelmann zu der Veranstaltung gesondert eingeladen worden waren.
Die sechs Teams aus dem gesamten Münsterland beeilten sich, auf ihrem Weg durch den Wald die vielfältige Flora am Waldweg, in den Waldflächen und Waldtümpeln zu erfassen. Wobei „beeilen“ bei Botanikern eher relativ ist: nach fast jedem Schritt stoppten die Botaniker, um sich nach Blättchen und kleinen Pflanzen am Boden zu bücken.
Sieger wurde das Team aus Sophia Närmann und Marietta Puhl mit mehr als 150 korrekt notierten Pflanzenarten. Auch die anderen Teams hatten ähnlich viele Arten gefunden, so dass am Ende ein knappes Kopf-an-Kopf-Rennen entstand - bemerkenswert, da unter den Teilnehmern neben ausgebildeten Botanikern auch zahlreiche interessierte Laien wie Lehrerinnen, Verwaltungsangestellte und Chemikerinnen waren. Sophia Närmann konnte damit ihren Titel sogar verteidigen: die Landschaftsökologie-Studentin aus Münster hatte beim letzten PlantRace gemeinsam mit Thea Schlager den Siegerpreis nach Hause getragen.
Für alle Teilnehmer gab es Urkunden und für die Sieger einen kleinen Sachpreis: natürlich – einen Blumentopf! Beim abschließenden gemütlichen Beisammensein konnten die Teilnehmer ihre Erfahrungen bei mitgebrachten Leckereien austauschen und sich von den Strapazen erholen, wie es sich für einen sportlichen Wettkampf gehört.
Der PlantRace fand 2017 zum dritten Mal statt. Mit der Veranstaltung möchte der NABU insbesondere junge Leute ansprechen, sich mehr für botanische Artenkenntnisse und die heimische Flora zu interessieren. Auch in kommenden Jahr ist im Juni eine weitere Aktion geplant, Teilnehmer sind bereits jetzt herzlich eingeladen.

 

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