Pressemitteilung des Umweltforums

Münstersche Umweltgruppen auf der "Wir haben es satt!"- Demo

 

Mit einem ohrenbetäubenden Kochtopf-Konzert riefen 33.000 Menschen bei der Wir haben es satt!-Demonstration zum Auftakt der Grünen Woche in Berlin die zukünftige Bundesregierung zu einer neuen Agrarpolitik auf. Vor dem Agrarministergipfel forderten sie die Achtung der Menschenrechte, faire Handelsbedingungen und mehr Unterstützung für die ländliche Bevölkerung weltweit.

 

Auch viele Vertreter der münsterschen Umweltgruppen hatten sich auf den Weg nach Berlin gemacht. Das Umweltforum Münster – Dachverband der münsterschen Umweltgruppen – hatte eigens einen Bus zur Demonstration nach Berlin organisiert.

 

„Essen ist politisch, immer mehr Menschen erkennen das. Aber die Politik nährt eine Agrarindustrie und lässt sie auf Kosten von Umwelt, Klima, Tieren und Landwirten produzieren. Damit wir alle nicht langfristig die Zeche dafür zahlen, muss die GroKo den Spieß jetzt umdrehen, fodern auch die Münsteraner Demonstranten. Diejenigen, die nachhaltig produzieren und essen, müssen belohnt werden“, sagte „Wir haben es satt!“-Sprecher Jochen Fritz. Im Namen von über 100 Organisationen, die zur Demonstration aufgerufen hatten, ergänzte er: „Der Umbau hin zu einer umwelt-, tier- und klimafreundlichen Landwirtschaft, in der Bauern gut von ihrer Arbeit leben können, darf von der Politik nicht weiter aufgeschoben werden.“ Die Großdemonstration richtete sich ausdrücklich gegen die Agrarindustrie, nicht aber gegen Landwirte. Die konventionellen und Öko-Bauern demonstrierten auch im achten Jahr im Schulterschluss mit Lebensmittelhandwerkern und der Zivilgesellschaft gegen die fatalen Auswirkungen der intensiven industriellen Landwirtschaft.

 

Folgende Forderungen an die zukünftige Bundesregierung haben die münsterschen Umweltgruppen rund um NABU, BUND, Greenpeace und Co:

 

  • Glyphosat-Ausstieg
  • Umbau der Tierställe
  • Kennzeichnungspflicht bei tierischen Lebensmitteln
  • Verbot von Reserve-Antibiotika in der Tierhaltung
  • faire Marktregeln zum Schutz von Bauernhöfen
  • Ende der Zahlung von EU-Agrarsubventionen an außerlandwirtschaftliche Investoren

 

Weitere Informationen über:
Umweltforum Münster e.V.
info@umweltforum-muenster
Tel. 0251-136023
www.umweltforum-muenster.de

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