Winter Goldparmäne

Apfel des Jahres 2017 im Münsterland

Goldparmäne Quelle: Deutsche Obstsorten, 'Eckstein und Stähle, Stuttgart 1905 - 1934
Goldparmäne Quelle: Deutsche Obstsorten, 'Eckstein und Stähle, Stuttgart 1905 - 1934

Der Pomologe Adrian Diel schrieb zur Goldparmäne: „Ich erhielt 1800 bei einem ansehnlichen Transport Bäumen von Loddinger aus London als Beilage den obigen Apfel mit den Worten: „Der beste von allen Äpfeln!“- Nicht wenig freute es mich deshalb, als mir mein teuerster Herr Rentmeister Uellner vor zwei Jahren 5 Äpfel sandte, die er sehr schätzte und als King of the Pippins aus der Baumschule der Gebrüder Kirke erhalten habe - und diese waren meine obige Winter-Goldparmäne.“

 

Schon 1853 wusste man den besonderen nussigen Geschmack der Winter- Goldparmäne zu schätzen, so dass diese Apfelsorte auf der 1. Versammlung deutscher Pomologen in Naumburg zum allgemeinen Marktanbau empfohlen wurde.

 

 

Über die geografische als auch zeitliche Herkunft der Winter-Goldparmäne gibt es verschiedene Angaben. So werden in verschiedenen Sortenbeschreibungen sowohl Frankreich (Normandie) um 1700 als auch England um 1800 als mögliche Herkunftsorte genannt. Laut anderer Quellen soll die Sorte bereits 1204 in der englischen Grafschaft Worcestershire entstanden sein. Damit wäre die von Diel um 1800 nach Deutschland eingeführte Goldparmäne eine der ältesten Apfelsorten. Es ist jedoch möglich, dass es sich bei den unterschiedlichen Herkunftsbeschreibungen um zwei sehr ähnliche Sorten handelt – hier besteht durchaus noch Forschungsbedarf.

 

Die Synonyme King of the Pippins, Reine des
Renettes, Goldrenette, Goldparmäne,
Permain Dorée, Königin der Renetten zeigen wie wertvoll diese Sorte war bzw. auch heute noch ist.

 

Der Apfel ist mittelgroß und hochgebaut.  Die Fruchtschale ist glatt glänzend, goldgelb, sonnenseits mit karmesinroten Streifen.

 

Das Fruchtfleisch ist mattweiß, sehr fein, abknackend, von sehr edlem würzigem nussigen Zuckergeschmack.  Pflückreife ab Mitte September, Genussreife ab Oktober und hält bei
guter Lagerung bis Februar.  Die Früchte hängen windfest.
Die Winter-Goldparmäne ist aufgrund ihres nussigen festen Fruchtfleisches ein sehr guter Tafelapfel. Sie eignet sich aber auch gut zum Backen und Dörren.

 

Der Baum wächst in der Jugend sehr kräftig. Später bildet er sehr viel Fruchtholz, dadurch ist ein regelmäßiger Schnitt erforderlich. Da die Sorte alternierend ist, trägt die Winter Goldparmäne nur in jedem 2. Jahr reichlich.

 

Als Standort eignen sich leichte nährstoffreiche Sand- oder Lehmböden, da er auf schwerem Boden krankheitsanfällig ist.

Aufgrund ihrer schlanken Krone eignet sich die Goldparmäne  nicht nur für Streuobstwiesen, sondern besonders zur Anpflanzung in Haus- oder Kleingärten

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