Ein neues Zuhause für die Bienen

Bieneneinzug im NAJU-Garten, Juni 2013

Leider sind unsere Bienenvölker aufgrund einer Erkrankung gestorben.

Im Moment haben wir daher keine eigenen Bienenvölker in unserem Garten.

 

Ab Frühjahr 2018 werden wir wieder zwei Bienenvölker in unserem Garten begrüßen dürfen :)

„Rettet die Honigbiene“ – so lautet der Titel unseres ersten eigenen Artenschutzprojektes. Doch der ein oder andere mag sich vielleicht die Frage stellen: Wieso eigentlich? Warum sollte dieses kleine Insekt so schützenswert sein? Und genau darauf wollten wir – die Naturschutzjugend Münster - am 22.06.2013 eine Antwort geben.

 

An diesem Tag sollte ein zweites Honigbienenvolk ein neues Zuhause im Garten der NAJU Münster finden. Da ein solcher „Bieneneinzug“ alles andere als ein alltägliches Ereignis ist, luden wir jeden Interessierten herzlich dazu ein, das Schauspiel bei einem Stück selbst gebackenem Kuchen und einem Becher Streuobstwiesen-Saft zu bestaunen. Nur eine Frage blieb dabei offen: Mit wie vielen Menschen durften wir rechnen?

 

Als es dann um 15 Uhr endlich anfing, wurden unsere Erwartungen bei weitem übertroffen. Freunde und Verwandte, Besitzer der umliegenden Schrebergärten, Familien mit Kindern und nicht zuletzt unsere „Grünfrösche“ waren der Einladung gefolgt und erwarteten neugierig, was nun passieren würde. Sogar die Medien waren durch die Bistumszeitung sowie einem Reporter vom „Bürgerhaus Bennohaus“, welches mit unserem finanziellen Förderer „Think Big“ kooperiert, vertreten.

 

Zu Beginn hielt Hobby-Imker und Projekt-Initiator Patrick Kohl einen kurzen Vortrag über die Hintergründe des Projektes. Dabei wurde vor allem die ökologische Relevanz der Honigbiene für uns alle mehr als deutlich: „Ohne Biene, keine Bestäubung – weder von Wild-, Nutz-, oder Zierpflanzen“, wie Patrick als einen von vielen weiteren wichtigen Gründen für den Schutz der Honigbiene darlegte. Anschließend ging die „Action“ erst so richtig los. Den Gepflogenheiten eines Königshauses entsprechend durfte die separat in einer Dose aufbewahrte Bienenkönigin als erstes in die selbstgebaute Bienenkiste einziehen („Deckel auf, Königin rein“). Die Kiste entspricht dabei in besonderer Weise den ökologischen Ansprüchen der Honigbienen. Es folgte der Hofstaat mit einer Größe von ca. 15.000 Bienen, der die Nacht gut in einem Papierkorb als provisorische Zwischenmiete überstanden hatte. Das Volk wurde auf eine Rampe „geschüttet“, die direkt zur Bienenkiste führte und ihre Flügel mit Wasser benetzt, damit sich der ganze Schwarm nicht in die Lüfte empor hebt.

 

Als ob die Bienen genau wüssten, was ihre Zuschauer von ihnen erwarten, wanderten sie zu Tausenden zielstrebig über die Rampe in ihr neues Zuhause ein. Falls es doch mal einen Ausreißer gab, der seinen eigenen Kopf durchsetzen und einen anderen Weg einschlagen wollte, wurde dieser über das so genannte „Sterzeln“ der anderen Bienen, d.h. über das Verteilen von Lockstoffen per Flügelschlag – zurückgerufen. Fasziniert beobachteten wir Umstehenden das beeindruckende Verhalten, bis fast auch die letzte Biene der großen Masse in die Kiste gefolgt war.

 

Erleichtert über den reibungslosen Ablauf des „Bieneneinzugs“ und das trockene Wetter (denn bei starkem Regen hätte die ganze Veranstaltung wortwörtlich „ins Wasser fallen“ müssen) konnten nun noch in aller Ruhe und in gemütlicher Atmosphäre Informationen rund um die Bienen ausgetauscht werden. Wir beantworteten dabei – unterstützt durch ansprechend gestaltete Plakate – nicht nur Fragen über die Honigbiene, sondern auch über die Wildbienen, die mit mehr als 500 verschiedenen mitteleuropäischen Arten ebenfalls nicht aus einem gut funktionierenden Ökosystem wegzudenken sind. Für Kinder gab es eine extra Bastelecke, um sich dort ihre eigene „Summ-Brumm-Biene“ als Erinnerung an diesen Tag zu basteln.

 

Nach über zwei Stunden und der Verabschiedung unserer letzten Gäste konnten wir schließlich unser persönliches Fazit ziehen: Die mehrwöchigen Vorbereitungen haben sich definitiv gelohnt!

Nun bleibt zu hoffen, dass sich die Bienen gut in ihrer neuen Umgebung einleben und über die Jahre einen stattlichen Staat aufbauen, der dann vielleicht beim nächsten Bienenfest bewundert werden kann. Und wer weiß; vielleicht trifft man bei der Gelegenheit auch bekannte Gesichter wieder…

 

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