Bericht unserer neuen FÖJlerinnen Judith und Mara

Bunkeroptimierung - arbeitsreicher Start ins Freiwillige Ökologische Jahr beim NABU Münster

"Am 6. August wurden wir gegen 11:30 Uhr von Carsten Trappmann, dem Fledermausexperten, zu einer Bunkeroptimierung abgeholt. Da ein altes Haus mit einer Fledermaus abgerissen werden sollte, musste ein Ausgleich geschaffen werden. Dieser fand sich in einem alten Bunker in einem Wald.


Angekommen mussten wir zunächst die Gerätschaften vom Anhänger räumen und zum Bunker hinbringen. Eine Art Aufräumteam von drei Leuten hat zunächst den Müll und Bauschutt aus dem Bunker geräumt. In dem alten Bombenschutzversteck war es ziemlich eng, dunkel und kalt. Es herrschte eine Temperatur von ca.10°C. Somit dient es im Winter als gutes Quartier für die Fledermäuse. Vorausgesetzt sie haben ein gutes Versteck, wo sie sich verkriechen können – und dafür waren wir zuständig.


Nachdem die drei fleißigen Arbeiter den ganzen Schutt und Müll aus dem Bunker geräumt hatten (es war mittlerweile halb drei), konnten wir drei: Christoph, Mara, Judith und Carsten Trappmann, uns in den Bunker begeben um die Fledermausverstecke anzubringen. Insgesamt haben wir sechs Steine angebracht. Im hinteren Teil zwei an der Wand, dann jeweils einen an der Decke und die beiden Letzten im vorderen Teil an der Wand. Zur Befestigung haben wir Fliesenkleber angerührt mit Wasser aus der Werse. Dafür mussten wir eine Menge Wasser schleppen. Vor dem Auftragen des Fliesenklebers wurden die Steine gemessen und dann entsprechend zwei Löcher in die Wand gebohrt. In diese wurden nun zwei Metallstangen (die wir vorher zurecht gesägt haben)  gesteckt und mit dem Hammer festgehauen. Dann wurde der Fliesenkleber auf die Rückseite und an die Oberseite des Steins aufgetragen. Unsere beiden starken Männer haben dann den Stein auf die Metallstangen gehieft und ihn festgeklopft. Einige Steine verhielten sich etwas schwierig und die Steine an die Decke mussten wir zu dritt festhalten – teilweise mit dem Kopf. Das war ganz schön anstrengend.


Manchmal standen wir auch im Dunkeln, da der Generator neuen Spritt brauchte. Auch das war ein aufregendes Erlebnis. Um ca. 18:00 Uhr konnten wir unser vollbrachtes Werk bewundern. Jetzt sind wir schon ganz gespannt, ob die Fledermäuse das neue Winterquartier annehmen. Wir hoffen es sehr!
Eine letzte Sache mussten wir noch vor dem Feierabend machen oder nein zwei: Einmal natürlich Aufräumen. Doch die zweite Sache war auch noch etwas aufregender. Das Aufräumteam hatte im Bunker ein Portemonnaie mit einem gültigen Pass gefunden. Dieses Portemonnaie haben wir zur nächsten Polizei gebracht und findet jetzt hoffentlich seinen Weg zurück zur Besitzerin.


Nach diesem Tag konnten wir mit vielen tollen Erfahrungen mehr nach Hause fahren. Es war ein anstrengender aber auch durchaus interessanter und spannender Tag bei der Optimierung des Bunkers. Nun hoffen wir im Januar oder Februar einige Fledermäuse in den Verstecken entdecken zu können."

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