Gelungene Exkursionspremiere von Britta Ladner am vergangenen Sonntag, den 30. April, zum Tag des Baumes

Blütenschnee und Pechmarie

Britta Ladner bei der anschaulichen Vorstellung eines Haselstrauches
Britta Ladner bei der anschaulichen Vorstellung eines Haselstrauches

 

Wenn man es nicht wüsste, man würde es nicht glauben: die souverän, fachkundig und humorvoll geleitete Führung durch die Umgebung von Mecklenbeck war tatsächlich die erste Exkursion von Britta Ladner! Die gelernte Englisch- und Französisch-Lehrerin aus der AG Botanik hatte am vergangenen Sonntag, den 30. April, fast 40 Teilnehmer mit auf eine Runde durch "ihren" Stadtteil genommen und ging dabei vor allem auf die dort wachsenden und angepflanzten Gehölze ein. Anlass war der "Tag des Baumes", der weltweit am 25. April ausgerufen wird.

Beginnend mit zwei mächtigen Stiel-Eichen am Hof Hesselmann stellte Britta Ladner die Erkennungs- und Unterscheidungsmerkmale heimischer und gepflanzter Baum- und Straucharten vor. Dabei kam die medizinische und kulinarische Bedeutung nicht zu kurz, und Anekdoten und Märchen sorgten für eine unterhaltsame Abrundung des Gelernten. Zahlreiche mitgebrachte Anschauungsobjekte - einlaminierte Blätter, Weidenruten und selbst Münzen kamen aus der großen Tasche zum Vorschein - erleichterten das Verstehen.

Und so konnten die Teilnehmer allerlei lernen: dass der Holunder namentlich mit Frau Holle verwandt ist und die Blüten den Schnee, der schwer zu entfernende Saft der Beeren jedoch das Pech der "Pechmarie" symbolisieren; dass der "Markus-Tag" 25. April nicht nur Tag des Baumes ist, sondern auch "Nusskiller-Tag" genannt wird, weil Fröste nach diesem Tag Walnuss-Bäumen schwer zusetzen und ganze Ernten vernichten können, was an einem Beispiel vor Ort gleich gezeigt werden konnte; dass Rosskastanien früher gerne von Brauereien gepflanzt wurden, weil diese mit ihrem dichten Schatten die Bierkeller kühlten - da viele Brauereien gleichzeitig auch einen Ausschank betrieben, wurde die Kastanie daher zum typischen Baum der Biergärten; dass die im Regierungsviertel in Berlin gepflanzten Sumpf-Eichen in "Spree-Eichen" umgetauft wurden, um ja keine falschen Vermutungen zu wecken...

Und so ging es weiter durch Mecklenbeck, von Baum zu Baum, von Strauch zu Strauch und von Geschichte zu Geschichte. Am Ende waren alle Teilnehmer begeistert und werden ihre Umgebung sicher mit neuen Augen sehen - und das alles nach der allerersten Exkursion von Britta Ladner.

 

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