Pressemitteilung des NABU Münster zum JVA-Neubau in Handorf

Naturschutzinteressen berücksichtigen!

Mit Sorge beobachtet der Naturschutzbund NABU in Münster die Planungen zum Neubau der JVA Münster östlich von Handorf. Der geplante Standort liegt in einem der naturschutzfachlich sensibelsten Bereiche Münsters.

 

In unmittelbarer Nähe kommen nicht nur ein Naturschutzgebiet, sondern auch zahlreiche gesetzlich geschützte Biotope vor, außerdem lebt dort eine Vielzahl auch planungsrechtlich relevanter geschützter Arten wie Kammmolch und verschiedene Wasservogelarten. Die dort vorkommende Laubfroschpopulation ist eine der größten in ganz NRW!

 

Der Neubau einer JVA an dieser Stelle würde nicht nur unmittelbar Fläche verbrauchen, sondern sich auch negativ durch Licht, Bewegung und Lärm weit in die angrenzende Natur auswirken. Die Grundwasserströme werden sich möglicherweise verändern, außerdem wird es zur Bauzeit und durch Erschließungsmaßnahmen zu weiteren erheblichen Störungen kommen.

 

Der NABU sieht einen Standort östlich von Handorf daher grundsätzlich als ungeeignet an. Es gibt im Umfeld von Münster ökologisch hoch sensible Bereiche, die generell für solche Großvorhaben Tabu sein müssen, so zum Beispiel auch die Rieselfelder, der Vorbergs Hügel, die Davert mit der Hohen Ward und eben der Osten Handorf bis hin zur Ems.

 

Für eine Bundeshauptstadt der Biodiversität sollte es selbstverständlich sein, dass Naturschutzinteressen einen hohen Stellenwert besitzen und bestimmte Standorte von vornherein aus der Planung ausgeschlossen werden.

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