Grüne und Naturschutzverbände fordern: Artenrückgang stoppen

Der Saal der Stadtwerke Münster ist groß - aber trotzdem fast zu klein, um den Ansturm der Besucher der 3. Grünen Artenschutzkonferenz am vergangenen Samstag, den 14. März, zu fassen.

 

Ca. 230 ehrenamtliche Naturschützer aus dem ganzen Münsterland, aber auch viele Landwirte, Jäger und Imker waren zusammen gekommen, um gemeinsam nach Wegen aus dem dramatischen Rückgang der Artenvielfalt in unserer Agrarlandschaft zu suchen. NRW-Umweltminister Remmel musste sich einer Reihe von kritischen Fragen und Forderungen aus dem Publikum stellen.

Umweltminister Remmel
Umweltminister Remmel

Im Mittelpunkt stand diesmal der Entwurf des neuen Landesnaturschutzgesetzes, der in Kürze erwartet wird. Damit will das Land endlich die mehr als überfällige Anpassung des Landschaftsgesetzes NRW an das neue Bundesnaturschutzgesetz aus dem Jahr 2010 erreichen. Das novellierte Gesetz ist zudem als Baustein für die Umsetzung der Anfang des Jahres verabschiedeten Bio­di­ver­si­täts­stra­te­gie von enormer Bedeutung. Das Landesnaturschutzgesetz müsse daher als Vorgabe das Ziel formulieren, den Verlust der biologischen Vielfalt in NRW bis zum 31.12.2020 durch geeignete Maßnahmen zu stoppen, fordert der NABU. "Ein ´weiter so wie bisher´ werde es nicht geben können und geben dürfen. Auch zukünftige Generationen sollen noch Kiebitze, Feldlerchen und Feldhasen beobachten können", so bringt Peter Hlubek, 1. Vorsitzender des NABU Münster, die Forderungen auf den Punkt.


Darüber hinaus müsse sich das Land verpflichten, durch geeignete Maßnahmen und Programme eine Trendumkehr herbeizuführen. Eine Reihe von Ansätzen und Beispielen wurden auf der Tagung in Münster bereits vorgestellt und diskutiert. Der NABU Münster war an vorderster Front dabei, mit der Hilfe bei der Auswahl der Referenten und Themen, mit Werbung und Organisation der Pressearbeit und mit leckerem, gesunden Streuobstwiesen-Apfelsaft. Trotzdem wird sicher auch im kommenden Jahr wieder eine weitere Grüne Artenschutzkonferenz notwendig werden - und den Stadtwerke-Saal wieder bis zum Bersten füllen.

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